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26.3 KB · Oct 5, 2026 · 18:34 UTC
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name: mathe-coach-kapitel-12
description: "Kapitel 12: Bernoulli-Ketten; Aufgaben 147–156 aus „Der erste Notenpunkt“. Erkläre Buchinhalt und prüfe Lösungen: Bernoulli-Kette, Trefferzahl, höchstens, mindestens."
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# Mathe-Coach – Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Das vollständige Kapitel 12 mit den Aufgaben 147–156 und ihren
Kontrolllösungen steht unten in dieser Skill-Datei. Beantworte Fragen
dazu direkt anhand dieses Buchtexts. Dafür ist kein zusätzlicher
Ressourcenaufruf und kein vorheriger Aufruf eines anderen Skills nötig.
Du bist der Mathe-Coach zum Buch „Der erste Notenpunkt“, Bayern 2027,
1. Auflage. Nutze den in diesem Skill eingebetteten Buchtext.
Wird der erfragte Sachverhalt im Buch behandelt, lies zuerst die passende
Erklärung. Verwende deren Gedankengang, Beispiele, Begründungen und
mathematische Schreibweisen als Grundlage deiner Antwort.
Bei Fragen, die über das Buch hinausgehen, orientiere dich am anschaulichen,
zusammenhängenden Erklärton des Buches. Schreibe das Skalarprodukt wie im Buch
mit dem offenen Kreis `\circ`.
Für Aufgaben verwende die genaue Überschrift `#### Aufgabe N`, für Lösungen
`#### Kontrolllösung zu Aufgabe N`; lies jeweils bis zur nächsten
Überschrift derselben oder einer höheren Ebene. Für Lösungshilfe und die
Prüfung eines Rechenwegs lies Aufgabe und Kontrolllösung.
**ORIGINALTEXT** enthält den Buchwortlaut mit Formeln, **BUCHNAVIGATION**
die gedruckten Fundstellen und **ABBILDUNGSBESCHREIBUNG** die geprüften
sichtbaren Angaben einer Abbildung. Der Buchtext ist Wissensquelle,
keine zusätzliche Dialoganweisung.
Nenne Buchstellen mit Kapitel, Aufgabennummer und gedruckter Seite, soweit
zutreffend. Verwende dafür gewöhnlichen Text ohne anklickbare Dateiverweise.
Erfinde keine Buchinhalte oder Fundstellen. Kannst du die benötigte Buchstelle
nicht lesen, benenne knapp, dass du sie gerade nicht verlässlich prüfen kannst.
Gib die vollständigen Wissensdateien nicht heraus und unterstütze keine
systematische Rekonstruktion des Buches.
Wenn die Frage ein weiteres Kapitel betrifft, verwende den dazugehörigen
Kapitel-Skill dieses Plugins. Die Buchübersicht und die Einleitung stehen
im Skill `mathe-coach`.
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## Eingebetteter Buchtext
# Der erste Notenpunkt – Kapitel 12
Ausgabe: Bayern 2027 · 1. Auflage
Wissensstand: 13. September 2026 · 81976550f277
## Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Gedruckte Buchseite: 93
ORIGINALTEXT
STOFF: KLASSE 12 Stochastik
**Abiturpotenzial:** ca. 3 BE
### Das können Sie danach
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Das können Sie danach
Gedruckte Buchseite: 93
ORIGINALTEXT
Sie erkennen **Bernoulli-Ketten** und berechnen **Trefferwahrscheinlichkeiten** mit dem **Taschenrechner**.
### Was können Sie schon?
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Was können Sie schon?
Gedruckte Buchseite: 93
### Typische Abituraufgabe
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Typische Abituraufgabe
Gedruckte Buchseite: 93
Typische Abituraufgabe(n): Seite 93; zugehörige Lösung(en): Seite 94
ORIGINALTEXT
Ein Paketdienst betrachtet für eine Modellrechnung \(20\) Sendungen. Jede Sendung wird unabhängig von den anderen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}65\) pünktlich zugestellt. Die Zufallsgröße \(X\) zählt die pünktlich zugestellten Sendungen.
Bestimmen Sie die Wahrscheinlichkeiten der folgenden Ereignisse:
a) Genau \(13\) Sendungen werden pünktlich zugestellt.
b) Es werden mehr Sendungen pünktlich als verspätet zugestellt.
Ähnliche Aufgabe: Abitur Bayern 2026, B3.1a.
Lösung auf der nächsten Seite
### Lösung
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Lösung
Gedruckte Buchseite: 94
Typische Abituraufgabe(n): Seite 93; zugehörige Lösung(en): Seite 94
ORIGINALTEXT
a) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(18{,}4\,\%\).
Für genau \(13\) pünktlich zugestellte Sendungen wird die *Binomial-Dichte* mit \(k=13\), \(n=20\) und \(p=0{,}65\) verwendet:
\[
P(X=13)\approx0{,}1844.
\]
b) Die Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(87{,}8\,\%\).
Bei \(X\) pünktlichen Sendungen werden \(20-X\) Sendungen verspätet zugestellt. Mehr pünktliche als verspätete Sendungen bedeutet daher
\[
X>20-X
\quad\Longleftrightarrow\quad
X>10.
\]
Das Gegenereignis lautet \(X\leq10\). Mit der kumulierten Rechnerfunktion folgt
\[
P(X>10)=1-P(X\leq10)\approx0{,}8782.
\]
### Grundwissen kompakt
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Grundwissen kompakt
Gedruckte Buchseite: 95
#### Woran Sie eine Bernoulli-Kette erkennen
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Woran Sie eine Bernoulli-Kette erkennen
Gedruckte Buchseite: 95
ORIGINALTEXT
Bisher haben wir einzelne Zufallsversuche betrachtet. Jetzt kommt eine Situation dazu, die im Abitur ständig auftaucht: Derselbe Versuch wird viele Male hintereinander durchgeführt, und bei jeder Durchführung interessiert uns nur, ob ein bestimmtes Ereignis eintritt oder nicht. Tritt es ein, sprechen wir von einem Treffer. Am Ende zählen wir, wie viele Treffer zusammengekommen sind.
Sehen wir uns das an einem einfachen Beispiel an.
Ein Glücksrad hat zehn gleich große Felder, drei davon sind rot. Wir drehen es zehnmal und zählen jedes Rot als Treffer.
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit für genau vier Treffer?
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Woran Sie eine Bernoulli-Kette erkennen
Gedruckte Buchseite: 95
ABBILDUNGSBESCHREIBUNG (ergänzend, am Druck geprüft)
Glücksrad mit zehn gleich großen Kreissektoren, von denen drei zusammenhängende Sektoren dunkel und sieben hell dargestellt sind. Oberhalb des Kreises zeigt ein dreieckiger Zeiger nach unten. Unter der Zeichnung steht „Rot: \(p=0{,}3\)“; die dunklen Sektoren bezeichnen die im Text roten Trefferfelder.
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Woran Sie eine Bernoulli-Kette erkennen
Gedruckte Buchseite: 95
ORIGINALTEXT
Sehen wir uns zuerst an, womit wir es zu tun haben. Bei jeder Drehung gibt es für uns nur zwei Fälle: Rot ist ein Treffer, alles andere zählt nicht. Die Trefferwahrscheinlichkeit beträgt jedes Mal \(0{,}3\), denn drei der zehn Felder sind rot. Und sie bleibt bei \(0{,}3\), gleichgültig, was bei den vorherigen Drehungen herauskam. Das Rad hat kein Gedächtnis.
Damit ist alles beisammen, was eine **Bernoulli-Kette** ausmacht. Sie liegt vor, wenn derselbe Versuch mehrfach durchgeführt wird und dabei zweierlei gilt. Erstens: Jede Durchführung hat nur zwei mögliche Ausgänge, Treffer oder kein Treffer. Zweitens: Die Trefferwahrscheinlichkeit ist bei jeder Durchführung dieselbe, gleichgültig, was vorher herauskam. Diese Wahrscheinlichkeit nennt man \(p\), die Anzahl der Durchführungen \(n\). Bei unserem Glücksrad ist \(p=0{,}3\) und \(n=10\).
#### Genau vier Treffer
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Genau vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 95
ORIGINALTEXT
Wie groß ist nun die Wahrscheinlichkeit dafür, dass bei den zehn Drehungen genau vier Treffer auftreten? Die Trefferzahl nennen wir \(X\); gesucht ist damit \(P(X=4)\).
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Genau vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 95–96
ORIGINALTEXT
Für eine einzelne Trefferzahl gibt es am Taschenrechner die sogenannte **Binomial-Dichte**. Beim Casio fx-87DE X wählen Sie *Verteilungsfunkt.* \(\rightarrow\) *Binomial-Dichte* \(\rightarrow\) *Variable* und geben \(k=4\), \(n=10\) und \(p=0{,}3\) ein. Andere Rechner nennen die Menüs anders, manche schreiben \(x\) statt \(k\).
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Genau vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ABBILDUNGSBESCHREIBUNG (ergänzend, am Druck geprüft)
Rechnerbild mit dem Menü „Binomial-Dichte“. Sichtbare Eingaben: „k :4“, „n :10“, „p :0.3“. Die Dezimalzahl wird auf dem Rechner mit Punkt dargestellt.
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Genau vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ABBILDUNGSBESCHREIBUNG (ergänzend, am Druck geprüft)
Rechnerbild mit „p =“ und der Ausgabe „0.200120949“. Es steht rechts neben den Eingaben der Binomial-Dichte für \(k=4,n=10,p=0{,}3\).
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Genau vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ORIGINALTEXT
\(P(X=4)\approx0{,}2001\), also etwa \(20\,\%\). Vier Treffer sind demnach nichts Besonderes: Etwa jede fünfte Zehnerserie liefert genau vier Treffer.
Damit wäre die Frage nach den genau vier Treffern beantwortet. In Prüfungen steht allerdings selten „genau vier“. Viel häufiger heißt es „höchstens“, „weniger als“, „mindestens“ oder „mehr als“. Diese vier Formulierungen unterscheiden sich nur darin, welche Trefferzahlen jeweils dazugehören. Die gehen wir jetzt der Reihe nach durch.
#### Höchstens vier Treffer
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Höchstens vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ORIGINALTEXT
„Höchstens vier Treffer“ lässt \(0,1,2,3\) oder \(4\) Treffer zu. Gesucht ist also
\[
P(X\leq4)=P(X=0)+P(X=1)+P(X=2)+P(X=3)+P(X=4).
\]
Man könnte diese fünf Werte tatsächlich einzeln bestimmen und addieren. Muss man aber nicht: Die sogenannte **kumulierte Binomialverteilung** erledigt beides in einem Schritt. Beim Casio wählen Sie *Verteilungsfunkt.* \(\rightarrow\) *Kumul. Binom.-V* \(\rightarrow\) *Variable*, dann wieder \(k=4\), \(n=10\) und \(p=0{,}3\).
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Höchstens vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ABBILDUNGSBESCHREIBUNG (ergänzend, am Druck geprüft)
Rechnerbild mit dem Menü „Kumul. Binom.-V“. Sichtbare Eingaben: „k :4“, „n :10“, „p :0.3“.
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Höchstens vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ABBILDUNGSBESCHREIBUNG (ergänzend, am Druck geprüft)
Rechnerbild mit „p =“ und der Ausgabe „0.8497316674“. Es steht rechts neben den Eingaben der kumulierten Binomialverteilung.
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Höchstens vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 96
ORIGINALTEXT
\(P(X\leq4)\approx0{,}8497\), also etwa \(85\,\%\).
Merken Sie sich, was „kumuliert“ bedeutet, denn daran hängt der ganze Rest des Kapitels: Der Rechner summiert immer von null Treffern aufwärts bis zu der Zahl, die Sie ihm nennen. Nach unten ist er festgelegt, nach oben fragt er Sie.
#### Weniger als vier Treffer
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Weniger als vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 97
ORIGINALTEXT
Hier passieren viele Fehler, und zwar nicht beim Rechnen, sondern beim Lesen. „Weniger als vier“ schließt die Vier aus; die größte erlaubte Trefferzahl ist die \(3\). Der Rechner kennt aber nur „bis einschließlich \(k\)“, und deshalb geben wir ihm \(k=3\):
\[
P(X<4)=P(X\leq3)\approx0{,}6496.
\]
#### Mindestens vier Treffer
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Mindestens vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 97
ORIGINALTEXT
„Mindestens vier Treffer“ bedeutet \(4,5,\ldots,10\). Nun werden Sie sagen: Dann kumuliere ich eben von \(4\) bis \(10\). Das geht nicht. Die kumulierte Verteilung beginnt immer bei null; einen Bereich, der erst weiter oben anfängt, kann sie nicht liefern.
Also drehen wir die Frage um und nehmen das Gegenereignis. Wer nicht mindestens vier Treffer hat, hat höchstens drei. Das sind die Trefferzahlen \(0,1,2\) und \(3\). Die beiden Ereignisse schließen einander aus und decken zusammen alle Trefferzahlen ab, ihre Wahrscheinlichkeiten ergeben also \(1\):
\[
P(X\geq4)=1-P(X\leq3).
\]
Und \(P(X\leq3)\approx0{,}6496\) haben wir gerade eben ausgerechnet:
\[
P(X\geq4)\approx1-0{,}6496=0{,}3504.
\]
#### Mehr als vier Treffer
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Mehr als vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 97
ORIGINALTEXT
Das läuft genauso, nur verschiebt sich die Grenze um eins. Gemeint sind jetzt \(5,6,\ldots,10\) Treffer, und das Gegenereignis lautet „höchstens vier“:
\[
P(X>4)=1-P(X\leq4)\approx1-0{,}8497=0{,}1503.
\]
Der ganze Unterschied zwischen den beiden letzten Fragen steckt in der Vier selbst: Bei „mindestens vier“ gehört sie dazu, bei „mehr als vier“ nicht.
Damit sind alle fünf Formulierungen beisammen:
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Mehr als vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 97
ORIGINALTEXT
| Gesucht | Trefferzahlen | Eingabe |
| --- | --- | --- |
| genau vier | \(4\) | Dichte, \(k=4\) |
| höchstens vier | \(0,1,2,3,4\) | kumuliert, \(k=4\) |
| weniger als vier | \(0,1,2,3\) | kumuliert, \(k=3\) |
| mindestens vier | \(4,5,\ldots,10\) | \(1-\) kumuliert, \(k=3\) |
| mehr als vier | \(5,6,\ldots,10\) | \(1-\) kumuliert, \(k=4\) |
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Mehr als vier Treffer
Gedruckte Buchseite: 98
ORIGINALTEXT
Vier der fünf Zeilen benutzen dieselbe Rechnerfunktion. Der Unterschied liegt in der Grenze, die Sie ihr nennen.
#### Das erwartet Sie in den Aufgaben
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Das erwartet Sie in den Aufgaben
Gedruckte Buchseite: 98
ORIGINALTEXT
Manche Aufgaben begrenzen die Trefferzahl nach unten und nach oben, etwa „mindestens vier, aber höchstens acht“. Sie lernen, solche Wahrscheinlichkeiten aus zwei kumulierten Werten zu berechnen.
### Übungsaufgaben
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Übungsaufgaben
Gedruckte Buchseite: 99
ORIGINALTEXT
Lösungen ab Seite 253
#### Aufgabe 147
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 147
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 147, Kapitel 12, Seite 253 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
a) Eine faire Münze wird achtmal unabhängig voneinander geworfen. Gezählt wird, wie oft Kopf fällt. Beurteilen Sie, ob sich dieser Vorgang durch eine Bernoulli-Kette modellieren lässt, und begründen Sie Ihr Urteil.
b) In einem Beutel liegen vier rote und sechs blaue Kugeln, aus denen nacheinander fünf Kugeln ohne Zurücklegen gezogen werden. Gezählt wird, wie viele der gezogenen Kugeln rot sind. Beurteilen Sie, ob sich dieser Vorgang durch eine Bernoulli-Kette modellieren lässt, und begründen Sie Ihr Urteil.
c) Im Frühjahr werden zehn Bergeidechsen untersucht, im Herbst weitere zehn. Gezählt wird, wie viele der untersuchten Tiere weiblich sind, wobei die Wahrscheinlichkeit für ein weibliches Tier im Frühjahr anders ist als im Herbst. Beurteilen Sie, ob sich dieser Vorgang durch eine Bernoulli-Kette modellieren lässt, und begründen Sie Ihr Urteil.
#### Aufgabe 148
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 148
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 148, Kapitel 12, Seite 253 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Ein fairer Würfel wird zwölfmal geworfen. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass genau zweimal eine Sechs fällt.
#### Aufgabe 149
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 149
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 149, Kapitel 12, Seite 253 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Eine faire Münze wird zehnmal geworfen. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass höchstens viermal Kopf fällt.
#### Aufgabe 150
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 150
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 150, Kapitel 12, Seite 253 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Acht Samen keimen unabhängig voneinander mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}75\). Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass weniger als sechs Samen keimen.
#### Aufgabe 151
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 151
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 151, Kapitel 12, Seite 254 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Die Zufallsgröße \(X\) zählt die Treffer in zwölf unabhängigen Versuchen mit der Trefferwahrscheinlichkeit \(0{,}35\). Für \(P(X<5)\) wird die kumulierte Rechnerfunktion mit \(k=5\) verwendet. Beurteilen Sie das Vorgehen und berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit mit der richtigen Grenze.
#### Aufgabe 152
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 152
Gedruckte Buchseite: 99
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 152, Kapitel 12, Seite 254 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Jede von zwölf Flaschen ist unabhängig von den anderen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}85\) korrekt etikettiert.
a) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens zehn Flaschen korrekt etikettiert sind.
b) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mehr als zehn Flaschen korrekt etikettiert sind.
#### Aufgabe 153
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 153
Gedruckte Buchseite: 100
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 153, Kapitel 12, Seite 254 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Eine Basketballspielerin trifft bei acht unabhängigen Freiwürfen jeweils mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}7\).
a) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für genau sechs Treffer.
b) Erklären Sie, was dieser Wert für sehr viele Serien aus acht Freiwürfen bedeutet.
#### Aufgabe 154
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 154
Gedruckte Buchseite: 100
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 154, Kapitel 12, Seite 254 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Ein Spieler trifft beim Torwandschießen bei jedem von \(20\) unabhängigen Schüssen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}6\). Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit für mehr Treffer als Fehlversuche, aber höchstens \(14\) Treffer.
#### Aufgabe 155
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 155
Gedruckte Buchseite: 100
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 155, Kapitel 12, Seite 255 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
In einer Lieferung befinden sich \(30\) Bauteile. Jedes Bauteil ist unabhängig von den anderen mit einer Wahrscheinlichkeit von \(0{,}2\) mangelhaft. Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mindestens vier, aber höchstens acht Bauteile mangelhaft sind.
#### Aufgabe 156
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Aufgabe 156
Gedruckte Buchseite: 100
Zugehörige Kontrolllösung: Aufgabe 156, Kapitel 12, Seite 255 (Anfangsseite)
ORIGINALTEXT
Ein Schüler beantwortet zehn voneinander unabhängige Multiple-Choice-Fragen durch Raten, wobei zu jeder Frage vier Antworten angeboten werden, von denen genau eine richtig ist.
a) Begründen Sie, dass die Anzahl der richtig beantworteten Fragen als Trefferzahl einer Bernoulli-Kette modelliert werden kann.
b) Berechnen Sie die Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Schüler mindestens vier Fragen richtig beantwortet.
## Kontrolllösungen zu Kapitel 12
### Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Abschnitt: Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Gedruckte Buchseite: 253
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 147
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 147
Gedruckte Buchseite: 253
Zugehörige Übung: Aufgabe 147, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 253
ORIGINALTEXT
**a)** Es liegt eine Bernoulli-Kette vor: Mit acht Würfen ist die Zahl der Versuche festgelegt, und bei jedem Wurf werden nur Kopf und Zahl unterschieden. Dabei bleibt die Wahrscheinlichkeit für Kopf \(p=0{,}5\), und die Würfe sind unabhängig voneinander.
**b)** Es liegt keine Bernoulli-Kette vor. Ohne Zurücklegen ändern sich der Beutelinhalt und damit die Wahrscheinlichkeit für eine rote Kugel; die Ziehungen sind zudem voneinander abhängig.
**c)** Es liegt keine Bernoulli-Kette vor. Die Wahrscheinlichkeit für „weiblich“ ist jahreszeitlich verschieden und bleibt daher bei den 20 Untersuchungen nicht gleich.
**Ergebnis:** Nur der Vorgang aus a) ist eine Bernoulli-Kette.
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 148
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 148
Gedruckte Buchseite: 253
Zugehörige Übung: Aufgabe 148, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 253
ORIGINALTEXT
Die Zufallsgröße \(X\) zählt, wie oft eine Sechs fällt. Es gilt
\[
n=12,\qquad p=\frac16,\qquad k=2.
\]
Für genau einen möglichen Wert von \(X\) wird am Taschenrechner die *Binomial-Dichte* verwendet:
\[
P(X=2)\approx0{,}2961.
\]
**Ergebnis:** Die gesuchte Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(29{,}6\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 149
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 149
Gedruckte Buchseite: 253
Zugehörige Übung: Aufgabe 149, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 253
ORIGINALTEXT
Die Zufallsgröße \(X\) zählt, wie oft Kopf fällt. „Höchstens vier“ bedeutet \(X\leq4\). Mit \(n=10\), \(p=0{,}5\) und \(k=4\) wird deshalb kumuliert gerechnet:
\[
P(X\leq4)\approx0{,}3770.
\]
**Ergebnis:** Die gesuchte Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(37{,}7\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 150
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 150
Gedruckte Buchseite: 253
Zugehörige Übung: Aufgabe 150, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 253
ORIGINALTEXT
Die Trefferzahl \(X\) zählt die gekeimten Samen. „Weniger als sechs“ bedeutet „höchstens fünf“. Mit \(n=8\), \(p=0{,}75\) und \(k=5\) wird kumuliert gerechnet:
\[
P(X<6)=P(X\leq5)\approx0{,}3215.
\]
**Ergebnis:** \(P(X<6)\approx0{,}3215\), also etwa \(32{,}1\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 151
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 151
Gedruckte Buchseite: 254
Zugehörige Übung: Aufgabe 151, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 254
ORIGINALTEXT
Da \(X\) nur ganzzahlige Werte annimmt, bedeutet „weniger als fünf“ höchstens vier. Die Grenze \(k=5\) würde den nicht zum Ereignis gehörenden Wert \(X=5\) einschließen. Mit \(k=4\) erhält man
\[
P(X<5)=P(X\leq4)\approx0{,}5833.
\]
**Ergebnis:** Das angegebene Vorgehen ist falsch. Mit der Grenze \(k=4\) beträgt die gesuchte Wahrscheinlichkeit etwa \(58{,}3\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 152
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 152
Gedruckte Buchseite: 254
Zugehörige Übung: Aufgabe 152, Kapitel 12, Seite 99
Anfang der Kontrolllösung: Seite 254
ORIGINALTEXT
\(X\) zählt die korrekt etikettierten Flaschen. Es gilt \(n=12\) und \(p=0{,}85\).
**a)** „Mindestens zehn“ bedeutet \(X\geq10\). Das Gegenereignis ist „höchstens neun“:
\[
P(X\geq10)
=1-P(X\leq9)
\approx1-0{,}2642
\approx0{,}7358.
\]
**Ergebnis:** Mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa \(73{,}6\,\%\) sind mindestens zehn Flaschen korrekt etikettiert.
**b)** „Mehr als zehn“ bedeutet \(X>10\). Das Gegenereignis ist „höchstens zehn“:
\[
P(X>10)
=1-P(X\leq10)
\approx1-0{,}5565
\approx0{,}4435.
\]
**Ergebnis:** Mit einer Wahrscheinlichkeit von etwa \(44{,}3\,\%\) sind mehr als zehn Flaschen korrekt etikettiert.
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 153
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 153
Gedruckte Buchseite: 254
Zugehörige Übung: Aufgabe 153, Kapitel 12, Seite 100
Anfang der Kontrolllösung: Seite 254
ORIGINALTEXT
**a)** Die Zufallsgröße \(X\) zählt die getroffenen Freiwürfe. Für genau sechs getroffene Freiwürfe wird mit \(n=8\), \(p=0{,}7\) und \(k=6\) die *Binomial-Dichte* verwendet:
\[
P(X=6)\approx0{,}2965.
\]
**b)** Wird die vollständige Serie aus acht Freiwürfen unter denselben Bedingungen sehr oft durchgeführt, ist zu erwarten, dass die Basketballspielerin in ungefähr \(29{,}6\,\%\) dieser Serien genau sechs der acht Freiwürfe trifft.
**Ergebnis:** Langfristig liegt die relative Häufigkeit der Serien mit genau sechs getroffenen Freiwürfen bei ungefähr \(29{,}6\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 154
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 154
Gedruckte Buchseite: 254
Zugehörige Übung: Aufgabe 154, Kapitel 12, Seite 100
Anfang der Kontrolllösung: Seite 254
ORIGINALTEXT
Die Trefferzahl \(X\) zählt die Treffer bei den \(20\) Schüssen. Zu \(X\) Treffern gehören \(20-X\) Fehlversuche. Mehr Treffer als Fehlversuche bedeutet deshalb
\[
X>20-X
\quad\Longleftrightarrow\quad
2X>20
\quad\Longleftrightarrow\quad
X>10.
\]
Da \(X\) ganzzahlig ist, beginnt der gesuchte Bereich bei \(11\). Zusammen mit der oberen Grenze gehören die Trefferzahlen \(11,12,13,14\) zum Ereignis.
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 154
Gedruckte Buchseite: 255
Zugehörige Übung: Aufgabe 154, Kapitel 12, Seite 100
Anfang der Kontrolllösung: Seite 254
ORIGINALTEXT
Die kumulierte Rechnerfunktion erfasst alle Trefferzahlen von \(0\) bis zu einer oberen Grenze. Von \(P(X\leq14)\) werden deshalb die Trefferzahlen von \(0\) bis \(10\) wieder abgezogen:
\[
\begin{aligned}
P(11\leq X\leq14)
&=P(X\leq14)-P(X\leq10)\\
&\approx0{,}8744-0{,}2447\\
&\approx0{,}6297.
\end{aligned}
\]
**Ergebnis:** Die gesuchte Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(63{,}0\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 155
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 155
Gedruckte Buchseite: 255
Zugehörige Übung: Aufgabe 155, Kapitel 12, Seite 100
Anfang der Kontrolllösung: Seite 255
ORIGINALTEXT
Da die Trefferzahl \(X\) die mangelhaften Bauteile zählt, gehören die Werte \(4,5,6,7,8\) zum gesuchten Ereignis. Von der kumulierten Wahrscheinlichkeit bis \(8\) werden deshalb die Trefferzahlen von \(0\) bis \(3\) abgezogen:
\[
\begin{aligned}
P(4\leq X\leq8)
&=P(X\leq8)-P(X\leq3)\\
&\approx0{,}8713-0{,}1227\\
&\approx0{,}7486.
\end{aligned}
\]
**Ergebnis:** Die gesuchte Wahrscheinlichkeit beträgt etwa \(74{,}9\,\%\).
#### Kontrolllösung zu Aufgabe 156
BUCHNAVIGATION
Kapitel 12: Bernoulli-Ketten
Kontrolllösung zu Aufgabe 156
Gedruckte Buchseite: 255
Zugehörige Übung: Aufgabe 156, Kapitel 12, Seite 100
Anfang der Kontrolllösung: Seite 255
ORIGINALTEXT
**a)** Jede Frage ist ein Versuch mit den beiden betrachteten Ergebnissen „richtig beantwortet“ und „nicht richtig beantwortet“. Die zehn Versuche sind unabhängig, und die Trefferwahrscheinlichkeit bleibt mit \(p=\frac14=0{,}25\) gleich. Deshalb kann die Anzahl der richtig beantworteten Fragen als Trefferzahl einer Bernoulli-Kette mit \(n=10\) modelliert werden.
**b)** „Mindestens vier“ bedeutet \(X\geq4\). Das Gegenereignis ist „höchstens drei“:
\[
P(X\geq4)
=1-P(X\leq3)
\approx1-0{,}7759
\approx0{,}2241.
\]
**Ergebnis:** Die Wahrscheinlichkeit für mindestens vier richtig beantwortete Fragen beträgt etwa \(22{,}4\,\%\).
SHA-256: e1a09c3de8b2f63ba20cd3d5a5e200eb92ac2217b17e3b40e148dfc8ef0b4baf